Videos verkaufen – Anleitung & Tipps
16. Juni 2009 – 23:59 | No Comment

Video & Footage verkaufen
Stock Footage und Microstock Videoagenturen Vergleich. Kurzüberblick Stock Footage Agenturen
Bereits seit einigen Jahren erfreut sich die Stockfotografie einer stetig wachsenden Beliebtheit bei Anbietern und Konsumenten. Dies ist zum einen der rasanten …

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Videos verkaufen – Anleitung & Tipps

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Video & Footage verkaufen

Stock Footage und Microstock Videoagenturen Vergleich. Kurzüberblick Stock Footage Agenturen

Bereits seit einigen Jahren erfreut sich die Stockfotografie einer stetig wachsenden Beliebtheit bei Anbietern und Konsumenten. Dies ist zum einen der rasanten Entwicklung bei der Kameratechnik zu verdanken, zum anderen spielt jedoch die Preisentwicklung, auch im Hinblick auf die heutigen Internetstandards, eine maßgebliche Rolle für den Erfolg dieses Geschäftsmodells. Dadurch ist das Angebot nicht mehr auf Spezialisten mit teurem Equipment beschränkt, sondern richtet sich ebenso an ambitionierte Hobbyfotografen.

Von der Microstock Fotografie zu Stock Footage Videos

Mit der Symbiose von Fotokameras und Videokameras sowie immer besseren Bildstandards, beispielsweise dem HDTV, etablieren sich neben dem klassischen Fotostock vermehrt Stockagenturen, die auf Videos setzen. Sie werden als Stock Footage Agenturen bezeichnet, da hauptsächlich kurze Sequenzen ohne Schnitt angeboten werden. Diese kurzen Videoclips aus Rohmaterial sind meist nicht länger als 15 Sekunden. Potenzielle Abnehmer für diese Sequenzen existieren viele. Vorreiter der Entwicklung war das Fernsehen. Newsbeiträge wurden anhand von Agenturen zusammengestellt. Mit der zunehmenden Digitalisierung wurde der Markt jedoch immer breiter. Aufgrund der geringen Preise, verglichen mit einer aufwendigen Eigenproduktion, des Zeitfaktors und dem vielfältigen Angebot sind sie besonders in der Werbeindustrie ein geschätztes Mittel. Hier sind unter anderem auch aufwendige Composings gefragt. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich bereits fachlich ausgebildete Kameramänner ausschließlich auf die Arbeit für Footage Agenturen konzentrieren. Auch Fortgeschrittene oder ambitionierte Hobbyfilmer können Ihre Werke in den wachsenden Markt einfließen lassen, insofern die nötigen Qualitätskriterien der jeweiligen Agentur erfüllt werden. In Zukunft dürfte die immer effizientere Digitalisierung, beginnend bei den HDTV Kameras, bis zur digitalen Nachbearbeitung am PC, für ein ebenso großes Angebot an Footage sorgen, wie es bereits auf dem Bildermarkt der Fall ist. Ein klares Plus oder gar eine Notwendigkeit für das Bestehen am Markt, ist schon jetzt der Vertrieb über das Internet.

Die Vorbereitung – Lizenzierung

Grundsätzlich ist bereits in der Vorbereitungsphase zu überlegen in welcher Agentur Sie die produzierten Footages anbieten möchten. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sollten die Produktionskosten, inklusive des Zeitaufwandes, nicht den zu erwartenden Erlös übersteigen. Daher ist es empfehlenswert eine Agentur zu wählen, die bereits am Markt etabliert ist oder zumindest ein sehr gutes Zukunftskonzept vorweisen kann. Des Weiteren ist es ratsam etwaige rechtliche Einschränkungen im Vorfeld abzuklären, bevor eine Produktion stattfindet. Dies betrifft beispielsweise das Filmen von Personen sowie Aufnahmen von Orten mit eingeschränkter Panoramafreiheit. Zudem sollten die Vertragsbestimmungen, besonders im Hinblick auf die Lizenzbestimmungen und prozentuale Gewinnbeteiligung, genau gelesen werden. Je nach Agenturmodell erhält der Produzent eine Verkaufsbeteiligung von 30-50%. Über Mengenboni oder hohe Verkaufszahlen können zum Teil weitere Prozentpunkte hinzugewonnen werden. Vergleichbar mit den bereits auf dem Fotografie Markt etablierten Lizenzmodellen lässt sich in der Regel zwischen lizenzpflichtigen („rights managed“ bzw. „RM“) und lizenzfreien („royalty free“ bzw. „RF“) Bestimmungen unterscheiden.

  • Bei lizenzpflichtigem Footage („rights managed“ bzw. „RM“) bieten Sie Ihr Material in Abhängigkeit von eng definierten Kriterien, wie dem Verwendungszweck, der Auflagenstärke und der zeitlichen Nutzungsdauer an.
  • Im Gegensatz dazu wird bei lizenzfreien („royalty free“ bzw. „RF“) Sequenzen lediglich eine einmalige Nutzungslizenz pro Kunde vergeben. Diese ist zeitlich unbegrenzt. Hier gilt jedoch ebenfalls zu beachten, dass innerhalb einer Agentur nach Verwendungszweck und Auflösung die Preise variieren können. Ein exklusiver Verkauf an einen Kunden erfolgt bei beiden Lizenzmodellen nicht, solange dies nicht detailliert mit angegeben ist.

Stockfootage Video Agenturen

Neben Generalisten, wie Fotolia, iStockphoto, Shutterstock und dem Branchenprimus Ghetty, die sowohl Fotos als auch Footage-Clips anbieten, gibt es im deutschsprachigen Internet auch Spezialisten wie Framepool, Interclips, Clipdealer und Central Order. Sie haben sich ganz auf den wachsenden Bedarf an schnell verfügbaren Videos eingestellt. Die Erfolgschancen Ihrer Videos erhöhen sich dabei mit dem künstlerischen und technischen Wert. Wichtig ist, dass eine klar zu erkennende Idee übermittelt wird. Ein gewisses Maß an Kreativität erhöht zudem den Alleinstellungscharakter. Dabei sollte jedoch nie die technische Qualität außer acht gelassen werden, denn auch die beste Idee lässt sich bei schlechter Umsetzung nicht verkaufen. Bei der digitalen Nachbearbeitung sollten die Trends beziehungsweise Maßstäbe des Marktes berücksichtigt werden. Weniger ist dabei oftmals mehr, schließlich sollte nach der Produktion schon ein nahezu optimales Ergebnis vorliegen. Dies verkürzt die weiteren Arbeitsschritte und damit auch den Kosten- und Zeitaufwand.

Digitale Nachbearbeitung – Software

Für die digitale Nachbearbeitung am heimischen Computer eignen sich vor allem Programme wie Adobe After Effects CS4, MovieXone 4 und MotionPerfect. Es findet sich jedoch auch eine Reihe von Freeware Lösungen. Hier ist es zu empfehlen, dass Sie gezielt Ihre Ansprüche beleuchten. So finden Sie schnell zu einer individuellen Lösung und können demzufolge Ihre Footages optimal vertreiben.

Dateverarbeitung – Upload – Software

Aufgrund der hohen Datenmengen, die selbst schon kurze Footages aufweisen, ist der Upload mittels FTP-Server zu empfehlen. In der Regel wird dieser Service von Seiten der Bildagentur angeboten. Sie benötigen lediglich ihr Passwort, die Zieladresse und den Benutzernamen. Danach können die Clips direkt in Ihr Benutzerkonto geladen werden, wodurch ein langwieriger Einzelupload entfällt. Teilweise tritt beim Einzelupload zudem eine Größenbeschränkung auf. Diese kann ebenfalls unter Zuhilfenahme des FTP-Uploads umgangen werden. Gängige Programme, wie beispielsweise Filezilla, SmartFTP, LeapFTP und WS_FTP finden sich zum Teil als Freeware im Internet. Für den Mac sind Fetch, Transmit oder Cyberduck zu empfehlen.

Keywords – Verschlagwortung – Tipps & Tricks

Nach erfolgreichem Upload beginnt die Suche nach geeigneten Keywords. Das Verschlagworten ist neben den bereits erwähnten Kundenansprüchen der zweite Garant für einen hohen Verkaufserlös. Nur wenn Sie dem Footage die richtigen Wörter zuweisen, hat der Kunde eine Chance es auch zu finden. Zu beachten ist jedoch, dass ein regelrechtes Suchwörter-Spaming ebenso zu vermeiden ist. Wenn jedes Detail beschrieben werden würde, müsste der Kunde aus einer Unmenge an Treffern wählen. Viele davon hätten mit der gesuchten Aussage höchstens am Rande zutun. Daraus resultiert wiederum ein erheblicher Zeitaufwand, der für Kunden ein Grund sein könnte in Zukunft einer anderen Agentur den Vorzug zu geben. Damit dies jedoch nicht Eintritt beugen die Agenturen in der Regel mit einer Buchstaben- oder Wortgrenze vor.
Teilweise werden die Keywords im Freigabeprozess ebenfalls begutachtet, insofern sie nicht erst später eingepflegt werden können.

Grundsätzlich gibt es ein paar Tipps für die Verschlagwortung:
Zum einen sollten die Wörter angegeben werden, die einem sofort ersichtlich sind. Handelt das Footage von einer Person sollten zum Beispiel das Geschlecht, Haarfarbe, Aktion und das Alter näher charakterisiert werden. Details, die für die Aussage keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen sind wegzulassen. Außerdem ist es sinnvoll einen Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu werfen, da dort unter anderem angegeben wird, in welcher Sprache die Verschlagwortung erfolgen sollte. Zum Teil ist der Vorgang auf die deutsche oder englische Sprache beschränkt. Die andere Sprache wird danach von einer Übersetzungssoftware realisiert.

Finale – Übermittlung und Geld verdienen

Nach der Vergabe der Keywords kommt es bei nahezu allen Agenturen zur Begutachtung des hochgeladenen Materials. Wird dieses von der Redaktion für gut befunden, stehen Ihre Footage Clips mit sofortiger Wirkung zum Verkauf! Ein erster Gelderlös kann also kommen!

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